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Der Dead Man, oder auch toter Mann ist eine Fixpunktbefestigungstechnik um einen dauerhaften Fixpunkt in der Erde zu bauen wenn keine Bäume verfügbar sind oder der Boden nicht geeignet ist für Erdschrauben oder Erdnägel.

Das Prinzip ist einfach: Man gräbt einen Holzbalken oder ähnliches in ein Loch in der Erde um diesen dann seitlich abzuspannen: Der Zug wirkt dann auf der ganzen Fläche und wird sehr gut verteilt. Diese Technik eignet sich auch für leichte Böden.

Im Gegensatz zu den Schrauben und Nägel hält der Dead Man dauerhaft, wenn man Ihn sorgfältig eingräbt.

Link zur Youtube Anleitung Dead Man: http://www.youtube.com/watch?v=mqfk-0n0hXM&list=PL7D6758B574C3977A

Doppelrollen sind im Prinzip zwei durch einen Käfig ( Block ) verbundene Einzelrollen.
Doppelrollen finden ihren Einsatz bei Longlines, genauer gesagt in den, zum spannen benötigten, Flaschenzügen.
Für einen 5:1 Flaschenzug braucht man hierbei 2 Doppelrollen. Bei einem 9:1 Flaschenzug bräuchte man schon 4 Doppelrollen.

Inzwischen gibt es zahlreiche Doppelrollen auf dem Markt von verschiedenen Herstellern. Im Grunde kann man grob zwischen 2 Arten von Doppelrollen unterscheiden: Den kugelgelagerten und den gleitgelagerten. Wobei letztere die schlechteren sind.
Zudem hat der Durchmesser der einzelnen Rollen einen starken Einfluss auf die Effizienz.

Vor dem Kauf von Doppelrollen ist zudem immer auf die Arbeitslast zu achten ! Diese ist meist mit der WLL angegeben.

Eine Doppelrolle aus dem Slackliner.de Shop von CT. Diese kommen in unseren Flaschenzuglösungen zum Einsatz.

Doppelrolle von CT im Slackliner.de Shop

Doppelrolle für Flaschenzugaufbauten von CT

Der Durchhang gibt an wie weit eine Line in der Mitte durchhängt.
Zur Bestimmung des Duchhangs setzt man sich in die Mitte der Line und misst den Abstand zum Boden unter Belastung der Line.
Der Duchhang ist die Höhe der Line minus Abstand zum Boden unter Belastung.
Bei einer 120m langen Longline mit 2,3m Höhe in der Mitte und 20cm Abstand zum Boden unter Belastung würde der Durchhang 2,1m entsprechen (2,3m – 0,2m).

Der Durchmesser der Rollen wirkt sich stark auf die Effizienz der Rollen aus.
Der Radius einer einzelnen Rolle ist ein Hebel. Dazu kommt die Kraft mit der man am Seil zieht, welches durch die Rolle läuft.
Zusammen ergibt dies ein Drehmoment (Hebellänge * Kraft).
Je größer der Rollendurchmesser und damit auch der Rollenradius, desto höher ist das Drehmoment bei gleichbleibender Kraft.
Kraft F = 500N ; Durchmesser D1 = 0,02m ; Durchmesser D2 = 0,06m

Drehmoment Rolle 1: D1/2 * F = 5Nm [N*m]
Drehmoment Rolle 2: D2/2 *F = 15Nm [N*m]

Das Drehmomment wirkt der Reibung entgegen.
Rollen mit einem Gleitreibungslager (hohe Reibung) und einem großen Durchmesser können daher von der Effizienz gleichwertig sein wie Rollen mit Wälzlagern (sehr geringe Reibung) aber sehr kleinem Durchmesser der Rollen.
(In jedem Fall sind Rollen mit Wälzlagern langlebiger als jegliche gleitgelagerten Rollen !)

Die ideale Rolle hat daher einen großen Rollendurchmesser und gute Wälzlager (z. B. Kugellager). Sie hat die maximale Effizienz. Die Rollen die diese Eigenschaften erfüllen sind die SMC “3″.

Ein Dynamometer, kurz Dyno oder auch Kranwaage, ist ein Gerät welches zu Ermittlung der Vorspannung dient.
Das Dynamometer wird an einer beliebigen Stelle, z. B. am Fixpunkt, eingebaut und zeigt kontinuierlich die resultierende Vorspannung im System an.
Eingesetzt wird es häufig in sehr langen Longlines um die Last auf die einzelnen Komponenten zu überprüfen. ( Weil man bei extremen Longlines oftmals bis an die Grenze des Materials geht )

Dyneema ist die Bezeichnung für eine Kunststofffaser, die anders als die sonst üblichen Polyester- und Polyamidbänder eine sehr geringe Dehnung aufweist (unter 3% im normalen Slackline-Betrieb) und eine ausserordentlich hohe Bruchlast von über 6 Tonnen. Dieses Material wird derzeit noch sehr selten eingesetzt, und ist erst für Longlines mit 200m+ interessant, da dort die Polyesterbänder allmählich an ihre Bruchlastgrenzen gelangen. Außerdem werden bei kürzeren Längen durch die geringe Dehnung des Bandes die Fixpunkte erheblich stärker belastet, als dies bei Polyester- und Polyamidbändern der Fall ist.
Auch die Befestigung im Linelocker ist durch die geringe Dehnung problematisch, es treten größere Kräfte auf und es besteht die Gefahr dass das Band durchrutscht. Siehe auch diesen Thread im Forum von Slackline.at

Hier mal einige Vergleiche von Dyneema und Vectran

Vectran: Ein aromatischer Polyester http://en.wikipedia.org/wiki/Polyester
Dichte: 1,41 (schwimmt nicht)
Schmelzpunkt: 330°C (hoch genug für Slacklineinsatz)
Reibungskoeffizient: sehr gering (sehr rutschig)
Dehnung ist gering, aber auch creep (Nachdehnung – wenn die line mal gespannt ist) ist gering. Vectran ist leider nicht besonders UV stabiel (kann aber durch coating verbessert werden)
Vorteile: hohe Bruchkraft, geringes Gewicht, geringe Dehnung bei Longlines, keine Nachdehnung, Resistenz gegenüber Wasser
Nachteile: Resistenz gegenüber UV (uncoated), niedriger Reibungskoeffizient

Dyneema/Spectran: Polyethylene
Dichte: 0,97 (Dyneema SK75) (es schwimmt)
Schmelzpunkt: 150°C (also ziemlich gering)
Reibungskoeffizient: sehr gering (sehr rutschig)
Vorteile: hohe Bruchkraft, geringes Gewicht (40% leichter als Nylon), geringe Dehnung bei Longlines, geringe Nachdehnung (SK90), Resistenz gegenüber UV, Wasser und vielen Chemikalien, es schwimmt
Nachteile: niedriger Schmelzpunkt, niedriger Reibungskoeffizient, starke Bruchkraftreduzierung bei Biegung oder im Knoten (30-70%)

Dyneema Fasern können Biegung und Knicke nicht gut vertragen. Die höhste Bruchkraft haben sie, wenn sie parallel zueinander, in der Achse in der die Kraft anliegt, ausgerichtet sind. Im Knoten kann die Bruchkraftreduzierung 30-70% betragen. In Kombination mit der niedrigen Reibung (schnelles Rutschen) und der niedrige Schmelzpunkt erfordern Dyneema Bänder spezielle Linelocker (gilt natürlich auch für Vectran und nicht nur Dyneema). Gewicht/Stärker Ratio zweit bestes hinter Zylon (PBO). D.h. Zylon ist auch potentiell für Slacklines geeignet, aber ist chemisch nicht so stabil.

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