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Die Sache mit dem Bolzen...

Wie spannt man am entspanntesten eine Line?
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Die Sache mit dem Bolzen...

Beitragvon mariner » 17.07.2012, 11:30

Letztens habe ich mir meinen (7,5-Tonnen Bruchlast) Schäkel beim Spannen einer 10m-Jumpline verbogen, als ich mal einen Bolzen statt eines Linelockers verwendet habe. Da ich mit dem Schäkel (und Linelocker) vorher bereits deutlich längere Lines mit deutlich mehr Kraft gespannt habe, stellte sich mir die Frage, wieso auf einmal.
Wenn man die Zeichnung betrachtet, fällt auf, dass sich durch den Schäkel ein nicht unerheblicher Hebel ergibt, welcher mit dem Umlenkpunkt des Bolzens wirkt. So wirkt, da beim Spannen die Kräfte F1 = F2 = F_Line sein müssen, auf den Schäkel F_Res = F_Line * l_1 / l_2. Es wirkt also je nach Schäkellänge bequem die drei- bis vierfacheSpannkraft auf den Schäkel.

Wie sieht es nun beim Linelocker aus? Durch den geschlossenen Aufbau "trägt" die Line die entstehenden Hebelkräfte selbst. Die Belastung für den Schäkel ist erheblich kleiner.

Also Achtung beim Spannen mit Schäkel und Bolzen! Für extreme Aufbauten meines Erachtens nicht geeignet.

Hab ich da noch einen Denkfehler in der Betrachtung? Wenn ja, bitte korrigieren, TM ist so lange her...
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Re: Die Sache mit dem Bolzen...

Beitragvon mariner » 17.07.2012, 15:24

Vielleicht noch mal zur Erklärung, die Kraft (und damit auch die verbogene Stelle) wirkt auf den Schraubbolzen des Schäkels. Ich hoffe, die Zeichnung ist zu verstehen, es soll einen Querschnitt durch den Schäkel und den Bolzen darstellen (sieht ja ein bisschen phallisch aus).
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Re: Die Sache mit dem Bolzen...

Beitragvon tille » 17.07.2012, 18:19

Zeig doch mal ein Bild von dem verbogenen Schäkel.
Deine Bilder erscheinen mir nicht schlüssig. F1 und F2 müssen immer in derselben Ebene liegen. Allerdings ist schon richtig, dass bei der Schäkelbolzen-Methode eine Biegebelastung auf den Schäkel wirkt. Aber nicht auf den Schraubbolzen des Schäkel, sondern an der Stelle, wo der andere Bolzen am Schäkel aufliegt.

Das zweite Bild zeigt eigentlich auch nicht einen klassischen Linelocker, oder?
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Re: Die Sache mit dem Bolzen...

Beitragvon mariner » 17.07.2012, 21:43

Hab ihn inzwischen wieder gerade gebogen. In der Zeichnung fehlt die Kraft, die auf den Schäkel wirkt, die hab ich nicht eingezeichnet. Ist halt nur ne schnelle Skizze.
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Re: Die Sache mit dem Bolzen...

Beitragvon seflue » 19.07.2012, 09:04

Deine Kraftvektoren sind einfach falsch. Wie Tille schon schrieb, wirken sie immer auf der gleichen Ebene, womit der in deiner Skizze angedeutete Hebel einfach mal viel kleiner ausfällt.
Meine Erfahrung ist, daß du mit Bolzenlinelocker selbst bei 12mm Niro-Schäkeln eher den Schraubbolzen des Schäkels oder den Bolzenlinelocker verbiegst, als den Schäkel selbst. Ist auch klar, da die Zugkräfte auf den beiden Bolzen deutlich höher sind, als die kleine Hebelkraft, die sich auch noch auf beide Schenkel des Schäkels verteilt.
Den von dir beschriebenen Effekt kann ich mir eigentlich nur erklären, wenn dein Bolzen aus deutlich härterem Material ist, als dein Schäkel. Trotzdem kommt es mir irgendwie spanisch vor.
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