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highline material

Wie baut man eine Highline, Technik, Equipment?

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Re: highline material

Postby FissionChips » 31.03.2008, 18:36

bernhard wrote:Noch eine kleine Ergänzung zum Kommentar von Breiti: Dass wir beim Aufbau der Highline in Ponte Brolla so viele Bohrhaken benutzt haben, lag vor allem daran, dass wir zur Hintersicherung auf solche zurückgreifen konnten, die schon dort waren. Ich hätte mich jedenfalls nicht dafür gehalten, die Schlucht mit so vielen Haken für unsere Highline zu verbohren.


In diesem Zusammenhang sein an diesen Thread erinnert:

highline-in-norddeutschland-suedlicher-ith-luerdissen-t168.html

wo jemand Bohrhaken verbogen hat, die von Kletterern noch gerne weiter genutzt worden wären. Das zeigt was für Kräfte hier im Spiel sind, und dass man sich gut überlegen muss was man tut.
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Re: highline material

Postby bernhard » 31.03.2008, 20:59

Auf jeden Fall sollte man sich gut überlegen, was man tut.
Gerade weil so grosse Kräfte beim Spannen der Line entstehen ist es deshalb wichtig, dass das Sicherungsseil nicht nur dort gesichert wird, wo auch die Line selber befestigt wurde. Wenn das Sicherungsseil nur leicht gespannt wird, wird die Belastung im Falle eines Sturzes von mir aus gesehen nicht entscheidend höher sein als bei einem Klettersturz im Vorstieg.

Wie erwähnt, haben wir auch keine Bohrhaken gefährdet, die schon dort waren, da wir diese eben nur zur Hintersicherung für das Kletterseil genutzt haben (wenn das mit dem Beispiel des verbogenen Bohrhakens kritisiert werden sollte).
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Re: highline material

Postby FissionChips » 01.04.2008, 08:22

bernhard wrote:Wie erwähnt, haben wir auch keine Bohrhaken gefährdet, die schon dort waren, da wir diese eben nur zur Hintersicherung für das Kletterseil genutzt haben

Das war auch richtig so. Aber Vergleich zu einem Vorstiegssturz beim Klettern, der mehr oder weniger radiale Last erzeugt, wird ein Sturz in das Sicherrungsseil deutlich mehr Axiallast aufbringen. Ein guter normgerechter Haken sollte das halten, aber blöderweise steht ja von aussen nicht drauf wie gut er ist...

bernhard wrote:(wenn das mit dem Beispiel des verbogenen Bohrhakens kritisiert werden sollte).

Gewissermassen ja, denn du schriebst ja auch:
bernhard wrote:Bei gut gesetzten Bohrhaken in gutem Stein (wir hatten sogar geklebte 12mm-Schrauben), sollte von mir aus gesehen 1 Haken für die Line und 1-2 Haken für die Hintersicherung reichen.

Und das ist genau das was da im Ith passiert ist - die Line an den BH befestigt und die dann kaltverformt.
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Re: highline material

Postby bernhard » 01.04.2008, 19:10

Aber Vergleich zu einem Vorstiegssturz beim Klettern, der mehr oder weniger radiale Last erzeugt, wird ein Sturz in das Sicherrungsseil deutlich mehr Axiallast aufbringen.

Wenn du mich fragst, wird ein Bohrhaken dann axial belastet, wenn die Last parallel zum gesetzten Haken verläuft. Das ist sowohl beim Klettern als auch beim Highlinen so.
Ein guter normgerechter Haken sollte das halten, aber blöderweise steht ja von aussen nicht drauf wie gut er ist...

Da hast du wohl recht. Deswegen sollte man auch beim Klettern grundsätzlich keinem Bohrhaken trauen, den man nicht selber gesetzt hat, da man von aussen nicht sieht, wie gut er ist. Es könnte z.B. sein, dass der Bohrhaken absichtlich angesägt wurde und schon beim ersten Sturz reissen würde. Um grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sollte man deshalb lieber immer neben den bestehenden Haken noch seinen eigenen einbohren.

Mich würde aber interessieren, wie du vorgehst, wenn du Sicherungen für eine Highline über eine Schlucht anbringst, wo es guten Gneis hat aber keine Bäume zum Befestigen? Nachdem du nun ja erläutert hast, was man _nicht_ machen sollte, wären konstruktive Ratschläge, _wie_ man es machen sollte sicher auch von Nutzen.
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Re: highline material

Postby claudius » 01.04.2008, 22:39

Deswegen sollte man auch beim Klettern grundsätzlich keinem Bohrhaken trauen, den man nicht selber gesetzt hat, da man von aussen nicht sieht, wie gut er ist. Es könnte z.B. sein, dass der Bohrhaken absichtlich angesägt wurde und schon beim ersten Sturz reissen würde. Um grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sollte man deshalb lieber immer neben den bestehenden Haken noch seinen eigenen einbohren.


war das jetzt ein ernsthafter rat? oder bin ich zu blöd ironie zu verstehen? :shock:
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Re: highline material

Postby eisenfinger » 01.04.2008, 23:55

Ich verstehe nicht, warum immer gesagt wird das bei einer Highline mehr Spannung als bei einer lowleine einer normalen slackline aufgebaut wird.

Wenn hier gesagt wird, das Material extrem belastet wird, komme ich nicht darum herum zu fragen: Wo ?
Das einzige was mir auffällt ist im falle eines Sturzes in die Highline, das das Band durch die Leash geschädigt werden kann, wenns ein Schraubkarabiner ist oder sowas.
Ansonsten sollte jede Higline ( das Band ) die Belastungen eines Sturzes aushalten, wenn eine Slackline Rodeos und Sprünge verträgt dann auch Stürze in die Leine.

Höchster Augenmerk sollte auf die Sicherungspunkte gelegt werden und auf die unabhängige Redundanz. ( Gaaaanz wichtig )
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Re: highline material

Postby eisenfinger » 02.04.2008, 00:05

bernhard wrote:Da hast du wohl recht. Deswegen sollte man auch beim Klettern grundsätzlich keinem Bohrhaken trauen, den man nicht selber gesetzt hat, da man von aussen nicht sieht, wie gut er ist. Es könnte z.B. sein, dass der Bohrhaken absichtlich angesägt wurde und schon beim ersten Sturz reissen würde. Um grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sollte man deshalb lieber immer neben den bestehenden Haken noch seinen eigenen einbohren.


Sorry aber ich kanns mir nicht verkneifen. Mir ist selber mal ein selbst gesetzter - wenn auch Klebehaken- ausgebrochen. Und ich hab nicht daran herumgesägt.

Ich finde es außerdem vermessen zu sagen, das man neben dem bestehendem Haken einen neuen, eigens gesetzten Haken setzten sollte um seine Highline zu setzten.

Nun ich sehe hier sind warscheinlich einige Kletterer im Forum, aber der Tipp ist einfach zu Ignorieren!!!
Ich finde das ganze unangebracht zu sagen, dann setz ich nen neuen Haken um meine Highline zu spannen. Hier kommt meine ganz persönliche Etik zum Vorschein, wenn diese nicht von jedem Verstanden wird... einfach mal darüber nachdenken. Ich kann das gern mal erläutern.

Ich weis nicht wie die Superhighlines die ja so Bildgewaltig in Szene gesetzte werden. Tolle Sache ja das ist es. Aber ich persönlich finde es nicht richtig etliche neue Haken für ein Photoshooting und eine Slackline zu setzten, wo warscheinlich eh nur ein paar Menschen das selber versuchen werden.

Stattdessen sollte jeder mal darüber nachdenken, ob sich die Sache lohnt und ob es nicht ander Plätze gibt, die nicht so spektakulär sind aber dafür eventuell an Bäumen abzusichern sind.
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