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Baumschutz, Umweltschutz

Allgemeines, Dies und Das zum Thema Slackline

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Re: Slackline Verbote und Stellungnahme Slackline Tools

Postby Der Schober » 06.05.2008, 08:35

Lucky wrote:ch hab gedacht ich verstehe physik. weiß jetzt nicht woher die formel und so, aber daß der winkel darin vorkommt?! eigentlich wird der baum doch nur in der "hinteren" hälfte belastet, wo die schlinge fest anliegt. selbst wenn vorne der schlingenwinkel extrem klein ist, ist doch die kraft auf den stamm nicht größer, denk ich.

zur formel:
a) wirklich wichtig ist sie nicht, mit der größenordnungsabschätzung weiter oben kommt man auch gut hin - war mehr eine kleine an mich selbst gestellte denksportaufgabe
b) ist die formel natürlich recht akademisch, mithin ziemlich ungenau, da sie die reibung schlinge-baum zu 0 setzt
c) muss die formel nicht stimmen, ich kann mich auch vertun... hergeleitet hab ich mir das ding durch betrachtung eines differenziell kleinen baumsegments. wenn man hier ein kräftegleichgewicht anträgt kommt eine entsprechende radialkomponente raus.
d) werden die kräfte mit stumpferem winkel schon größer, da ein teil der schlinge dann von vorne gegen den baum drückt, wodurch hinten wieder mehr druck nötig ist fürs gleichgewicht. ist aber auch recht akademisch und für die üblichen winkel kommt bei cos alpha/2 praktisch 1 (oder halt 0,98 oder so) raus, sodass das keine wirkliche rolle spielt
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Re: Slackline Verbote und Stellungnahme Slackline Tools

Postby bertiger » 06.05.2008, 08:56

nuit wrote:wenn man wirklich keine ahnung hat und ne schlechte line hat ohne baumschutz, dann macht man an den Bäumen wirklich was kaputt....dass da extreme kräfte wirken ist ja denke ich jedem klar...aber es sollte auch nichts einzuwenden sein, wenn man einen baumschutz verwendet und es gibt einige möglichkeiten....bandschlingen könnten verwendet werden (mach ich auch) hab dann aber entweder eine ausgesonderte isomatte, oder ein kartonstück oder Hose/Pulli dazwischen, dann reibt es nicht am baum.



Was sind denn schlechte Lines ? Wovon reden wir hier überhaupt? Von den Lines in der Umreifung ( wie Gibbon es macht?) oder wie Slackliner.de, Sicherungsprofi, teilweise auch Slackstar ( wobei das ja die selben sind ) die die dicken Saftex Rundschlingen anbieten?

Oder Slackline Tools und Slackstar die auch Linematerial mit Stegschnalle versehen und sagen das sei die einzig ware Methode einen Baum zu schützen. Ich sehe da in der Anwendung keinen UNterschied, nur das mir Persöhnlich die dicken Saftex Schlingen sysmpatischer sind. Irgendwo habe ich auch mal gelesen das ein Baumpfleger gesagt hat das diese Schlingen schon der beste Baumschutz sind.

Nun nochmal wovon reden wir? Über den Druck der die Borke und tiefere Schichten dauerhaft schädigen oder die Reibung die entsteht wenn die Wilden Ihre Rodeo und Sprungleinen aufbauen und ständig abfliegen?

aber ich kann die Gärtner gut verstehen, wenn dadurch der Baum geschädigt wird (also durch einige lines, gegen Baumschlingen ist ja nichts einzuwenden).....


Baumschlingen? Rundschlingen? Bandschlingen? Ich denke mal wir sollten definieren... :wink:
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Re: Slackline Verbote und Stellungnahme Slackline Tools

Postby matsch » 06.05.2008, 10:40

Für mich gibt es 2 Knackpunkte:

1. Welchen Druck kann das Kambium (Wachstumsschicht des Baumes) aushalten - Langzeitbelastung inbegriffen

2. Wie kann die Borke vor optischen Schäden geschützt werden. Der Mensch orientiert sich an meist Äusserlichkeiten.

Es nutzten die besten und genausten Formeln nix, wenn ich die Wirkung nicht kenne....
....und Bäume, die auf 1m Höhe eine abgewetzte Borke(Rinde) haben sind nicht schön anzuschauen...

...Mit den äusserlichen Beschädigungen kann man leicht umgehen, in dem man eine Schutzschicht um den Baum legt...auch wenn Rundschlingen schon in die Richtung gehen, eine Teppich, etc ist da effektiver und signalisiert auch aktiven Schutz....

...aber irgendwie drehen wir uns hier im Kreis....diese Diskussionen wurden und werden immer wieder geführt, solange es keine fundierten Infos von kompetenter Seite gibt, mit denen man eine Behörde ansprechen kann...

...und die Slacker müssen natürlich auch ihren aktiven Beitrag zum Rindenschutz beitragen....allein schon als Respekt gegenüber der Natur.

So long
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Re: Slackline Verbote und Stellungnahme Slackline Tools

Postby claudius » 06.05.2008, 13:31

vielleicht sollte man auch bedenken, dassbei besonders groben borken ja längst nicht die ganze schlinge baumkontakt hat und sich somit der punktuelle druck auf einige kambiumstellen erhöht.
vorteilhaft ist bei diesen bäumen aber, dass äußerliche schäden nicht so schnell sichtbar werden, wenn man nicht grad ganze stücke aus der borke rausbricht (ich hoffe so unvorsichtig ist niemand hier :roll: )

zum thema verbot:
ein absolutes verbot wird es sicherlich nicht geben (zumindest nicht ohne professionelle gutachten die skandalöse baumschäden enthüllen)
...

soweit ich hochseilgärten in erinnerung habe sin dort die seile um den baum mit holzstückchen unterlegt, was die auflagefläche doch immens erhöhen kann, im gegenstz zu teppich und ähnlichen biegsamen materialien....
claudius
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Re: Slackline Verbote und Stellungnahme Slackline Tools

Postby eisenfinger » 07.05.2008, 22:14

claudius wrote:
soweit ich hochseilgärten in erinnerung habe sin dort die seile um den baum mit holzstückchen unterlegt, was die auflagefläche doch immens erhöhen kann, im gegenstz zu teppich und ähnlichen biegsamen materialien....


Das mit den Holzstücken sehe ich aber eigentlich positiv. Der Druck auf die Borke liegt dann nur an den Hozstücken auf und der Rest ist völlig geschont. Finde ich einen guten Ansatz. Anstatt die Auflagefläche der Schlingen zu polstern sollte man sie minimieren.
Slacken ist wie leben- trete nie daneben!
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Re: Baumschutz, Umweltschutz

Postby claudius » 07.05.2008, 22:56

wie gesagt erhöht sich aber bei flächenminimirung der druck auf die verbleibenden stellen. und was das dann mit dem kambium anstellt, wissen wir immer noch nicht wirklich....

und die technik vom hochseilgarten verringert meinener meinung nach gar nicht die auflagefläche, beispielsweise:
baum umfang: 2m; 1cm dickes stahlkabel; demnach auflagefläche ohne hölzer deutlich unter 200 qcm
dagegen mit hölzern:
- hölzer von 5 cm breite und 10cm höhe
- abstand zwischen den hölzern ca 5cm
=> 20 hölzer um den baum macht 1000 qcm auflagefläche, also das mehr als das fünffache als ohne hölzer.....

diese methode ist aber allerhöchstens etwas für fest eingerichtete oder zumindest intensiv genutzte spots...und wer will schon immer an den gleichen zwei bäumen slacken, wird ja auch langweilig...
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Re: Baumschutz, Umweltschutz

Postby matsch » 08.05.2008, 14:29

claudius wrote:...=> 20 hölzer um den baum macht 1000 qcm auflagefläche, also das mehr als das fünffache als ohne hölzer.....
Höhere Auflagefläche bedeutet weniger Druck pro Fläche auf das Kambium...


...ich habe mal eine Bekannten gefragt, der bei uns in Bayreuth beim Stadt-Gartenamt für die Bäume zuständig ist. Er muss die Bäume begutachten, ob eine Gefärdung durch den Bestand vorhanden ist oder nicht....und selbst er sagt, das es da keine pauschale Antwort dazu gibt. Es hängt von vielen Aspekten ab: Baumart, Standort, Alter, Durchmesser, etc...
...wichtig ist nur, das die Rinde/Borke des Baumes nicht beschädigt wird, damit sich keine Schädlinge /Pilze einnisten können...über Schädigung des Kambiums kann er nichts sagen.

Grüße
Mathias
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