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Rollen für Flaschenzug

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Rollen für Flaschenzug

Postby tille » 18.10.2008, 10:56

Hallo zusammen,

auf der Suche nach einem Longline-Spannsystem bin ich eher zufällig auf diese Rollen gestoßen:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350094246358
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=350094246236

Die angegebene Bruchlast ist höher als bei den Edelrid-Rollen und der Preis liegt kaum über dem der billigen Camp-Rollen. Mit der dreischeibigen Ausführung könnte man einen Flaschenzug mit theoretischen 21:1 bauen.

Was haltet ihr davon?
Ist das eine Alternative?
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Re: Rollen für Flaschenzug

Postby slacky » 18.10.2008, 19:12

Also ich traue den Flaschenzug keine 3000daN zu.

Der hier hat die gleiche Bauart und hält das in der größten Ausführung nicht.

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Re: Rollen für Flaschenzug

Postby eisenfinger » 19.10.2008, 10:44

Für mich sieht der Flaschenzug bei Ebay robuster aus, weil das Gehäuse aus Stahlblech ist, beim anderen schaut es für mich so aus, das es aus Kunststoff ist.

Muss so ein Flaschenzug denn überhaupt 3t halten? Nur mal so in den Raum hineingefragt.
Grüße
Michael
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Re: Rollen für Flaschenzug

Postby tille » 19.10.2008, 13:53

Wenn man ihn drin lassen will, denk ich schon.
Schließlich haben die meisten Longline-Bänder auch etwa 3t Bruchlast (vom Linelocker mal abgesehen). Im Sinne der Regel, dass der schwächste Punkt die Line sein sollte, müssen die Rollen das aushalten.
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Re: Rollen für Flaschenzug

Postby stefan-1 » 19.10.2008, 15:21

Hab' mich schon im Ö-Forum zu den Blöcken geäußert. Wenn die eBay-Teile (auf der Seite navyline.de stehen im dortigen Shop keine technischen Daten) wirklich 55 kN Bruchlast haben, sollten sie die öfter genannten Werte langer Longlines von ein bis anderthalb Tonnen Vorspannung eigentlich aushalten. 2 t nach Vorversuchen mit 'freiem Schußfeld' na ja. Wer weiß, nach welcher Norm die Dinger getestet wurden bzw. woher die Zahlen kommen...

Ein Datenblatt des Herstellers wäre fein, auch wegen eventuellem drinlassen. Dann aber ein Stahlseil als Safety drüber, also durch die Schäkel, mit denen man den Flaschenzug mit Fixpunkt und Line verbindet - die Blöcke sind ja doch recht billig, da ist das Geld dafür vorhanden. Entlasten oder ganz rausnehmen ist aber doch immer besser und sicherer.

MfG Stefan
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Re: Rollen für Flaschenzug

Postby tille » 19.10.2008, 16:13

Ja, ich hab den Hersteller mal angeschrieben wegen der Bruchlasten,
aber noch keine Antwort. Is ja Wochenende. Mal schaun, was die sagen.

Rausnehmen ist natürlich auch ne Alternative. Andererseits verwenden auch einige die Camp-Rollen ohne sie rauszunehmen, oder nich? Das hätte ich auch Bedenken. Werden schließlich ca bis zur Hälfte ihrer Bruchlast belastet und sind aus Alu. Da weiß auch keiner, ob die nicht mit der Zeit ermüden.....?
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Re: Rollen für Flaschenzug

Postby stefan-1 » 19.10.2008, 20:27

In der Veranstaltungstechnik wird halt viel Zeug geflogen, aber die Hebezeuge werden dann i.d.R. eben entlastet, sprich man benutzt Ketten oder Stahlseile, mit denen man die Sachen letztlich befestigt.

So spart man Geld und Gewicht, weil bspw. die Kettenzüge nicht nach C1 zertifiziert sein müssen (BGV C1 bedeutet in dem Zusammenhang und etwas flapsig formuliert, daß sich Menschen unter der gehobenen Last aufhalten dürfen).

Knackpunkt ist m.M., daß eine Kette mit Haken auch vom Laien leicht auf Schäden (Risse, Verformung) zu untersuchen ist, während man Achse und Lager bei Blöcken nicht so einfach zu Gesicht bekommt. Desweiteren ist eine Kette leichter und billiger als ein gleichwertiger Zug. Also lieber das Geld in einen bequem handhabbaren (Transport!) Zug und eine starke Kette investieren. Man kann ja auch die Longline auf die Kette umhängen und eine weniger belastete kürzere Line dann mit dem Rolenflaschenzug spannen (und den dort drinlassen, wenn die Nennlast ausreicht). Derlei Mehrfachnutzung ist auch ein Grund, in etwas teureres Equipment zu investieren.

Ach, hier ein kleines off topic Häppchen... Ein typischer Fall von 'reicht doch, hält doch' - mit toller Pointe! Foto des Monats März 2002 im TIS (die haben auch gute Grundlagenartikel, leicht verdauliche Kost ähnlich der BGIen). Hat jetzt nicht direkt mit dem Slacken zu tun, aber es zeigt, daß man nie zu gründlich und zu sorgfältig arbeiten kann, wenn es um Sicherheit geht.

MfG Stefan
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