facebookyoutubepinterestplus.googletwitter
Social Login:

slacktivity sets von slackline-tools

Gibbon, Slackstar, Slackline-tools, landcruising, elephant etc... Alle anderen Anbieter außer Slackliner.

Moderators: steilwandtaucher, eisenfinger

slacktivity sets von slackline-tools

Postby jayjay » 02.07.2008, 14:25

Hat die schonmal jemand von euch getestet/ist drauf gelaufen?
wie sind die vom aufbau und vom laufgefühlt, kann man die wirklich einfach so spannen wie man möchte (also auf verschiedene stärken) und was für vorspannungen erreicht man?

und wie ist das mit dem preis. sind die 75€ für ein 10m Set gerechtfertigt oder doch zu teuer? (bzw die 115€ fürs 30m set?)

und kann man sonst mit dem system auch längere lines spannen
jayjay
50m Liner
 
Posts: 143
Joined: 28.05.2008, 22:15
Location: Frankfurt am Main

Re: slacktivity sets von slackline-tools

Postby seflue » 03.07.2008, 00:39

Also mein Kumpel und ich haben sich jeweils eins gekauft (25m-Set). Meinung ist zweigeteilt.
Vorteile:
1) Gewicht
Das Set ist verhältnismäßig leicht. Dadurch, daß fast alle Metallteile aus Alu sind und es keine Ratsche gibt (Spannen mit Ellington-Flaschenzug), fällt einiges an Gewicht weg. Man kann das Set also auch mal bequem mit zum Klettern nehmen oder in den Urlaub (wenn Gewicht eine Rolle spielt).
2) das Band
Also ich find das Band sehr angenehm zu laufen. Es ist deutlich dynamischer als das Slackliner-35mm-Band. Mit dem Slackline-Tools-Band hab ich Surfen gelernt. Außerdem ist 30mm eine recht angenehme Breite. Es ist noch nicht ganz so schmal wie 25mm, aber auch nicht ganz so breit wie 35. 25mm fand ich beim barfuß springen doch auf Dauer relativ schmerzhaft, außerdem rutscht einem da sehr leicht mal das Band zwischen große Zehe und Zeigezehe (kann mit 30mm auch passieren, aber nicht ganz so leicht).
3) die Baumschlingen
Der Aufbau ist wirklich simpel und das, was sich die Jungs da ausgedacht haben mit dem "Slackbiner" wird zwar etwas übertrieben vermarktet, ist aber schon recht praktisch. Durch die Längeneinstellbarkeit entfällt das lästige Gefummel, was man sonst üblicherweise mit Rundschlingen hat.
4) Fädelprinzip
"Slackring" ist auch wieder so ein Marketing-Ding, aber an und für sich ist die Fädeltechnik ziemlich intelligent. Dürfte für deutlich weniger Bruchlast sorgen, als man das vom Linelockerprinzip gewohnt ist. Ich denk, man kann das auch mit einem (dicken) Linelocker durchziehen, hab es allerdings noch nie probieren können, da ich einen solchen (noch) nicht besitze.

Nachteile
1) Spanntechnik
Der gravierendste Nachteil ist echt die Spanntechnik. Auch wenn der Ellington für einen deutlichen Gewichtsvorteil sorgt, so hat er doch einen gewaltigen Nachteil gegenüber der Ratsche: er ist alleine auf Längen > 10m nicht straff zu bekommen. Und für das 10m-Set kann man wenn man alleine spannt nicht grad mit 'ner brettharten Leine rechnen. Hier kommen wir auch zu dem Punkt, der mich ziemlich sauer auf die Jungs gemacht hat: Das Set wird als einfach und völlig problemlos auch allein zu spannen beworben. Im FAQ von Slacklinetools sind das zwei einzelne Punkte, die mit blumigen Worten darauf eingehen. Ratschen werden regelrecht verteufelt. Das halte ich für völligen Käse und gegenüber Anfängern sogar für massive Falschinformation. Zumal das Set ohne Hilfsmittel (das 10m-Set mal ausgenommen) nicht alleine zu spannen ist, wenn man innerhalb der versicherungstechnisch empfohlenen 90cm Spannhöhe bleiben will. Davon ist auf der seite von Slackline-Tools aber nichts zu lesen, ganz im Gegenteil.
Minimum, was man braucht, sind zwei Karabiner, um den 5:1-Ellington über ein 3:1-Z-Zug auf einen 15:1-Flaschenzug zu verstärken. Nun sind diese Werte völlig theoretischer Natur. Da der Ellington ein selbst abklemmendes System ist, reduzieren die Reibungswerte diese theoretischen Angaben drastisch.
Da die Leine recht dynamisch ist, muß sie (vor allem bei größeren Längen) auch deutlich straffer gespannt werden, als weniger dynamisches Band, was zu einem deutlich höheren Kraftaufwand beim spannen führt. Als Beispiel: Mir ist es nicht gelungen, mein 25m-Set alleine mit Express-Flaschenzug (also mithilfe von 2 Karabinern) auf 90 cm Spannhöhe so straff zu spannen, daß ich nicht mit den Füßen in der Mitte auf der Wiese aufditsche. 1,20m sind das Minimum. Ohne Griff in den Kletterrucksack ist es überhaupt nicht drin, sprich, im Auslieferungszustand ist das 25m-Set alleine beim besten Willen nicht auf voller Längen in einen slacktauglichen Zustand zu versetzen.
Alleine braucht man auch schon eine sehr spezielle Zugtechnik, damit man sich nicht den Rücken verrenkt. Am Anfang hatte ich ziemliche Rückenschmerzen beim/nach dem Spannen, inzwischen hab ich den Bogen einigermaßen raus. Steht aber auch keine Empfehlung in der Anleitung. Für schmächtiger gebaute Naturen jedenfalls 'ne ganz schöne Herausforderung. Meine Technik ist Band über die Schulter legen, Fuß in Line-Höhe gegen den Baum, Band mit beiden Händen festhalten (das eine Ende, was hinter dem Rücken vorkommt, in Hüfthöhe, das andere von vorn), Schulter auf Line-Höhe bringen, alle Muskeln gleichzeitig anspannen und volle Kante aus dem Bein heraus drücken. Striemen auf der Schulter sind garantiert, dafür halten sich die Rückenschmerzen in Grenzen.
2) der Preis
75€ für ein 10m-Set ist für'n Arsch. Dafür kriegt man beim Slackliner ein 25m-Set, das man ohne Probleme alleine spannen kann. Da ich kein großer Fan ultrakurzer Leinen bin, wären mir 10m schlichtweg zu unflexibel, selbst bei 15m würde ich mich sehr eingeschränkt fühlen. Zumindest, wenn ich soviel Geld ausgegeben habe. 115€ für das 25m-Set sind recht happig, allerdings kann man auch nochmal deutlich mehr Geld für Slacklines ausgeben (Mountain Equipment, Mammut etc.).

Ich würde prinzipiell nur das 25m-Set empfehlen, bei dem Preis muß man selbst die Vor- und Nachteile für sich abwägen. Für mich war der Gewichtsfaktor sehr entscheidend, ich wollte ein Set haben, was halt weder im Kletterrucksack, noch beim Fahrradurlaub sonderlich schwer aufträgt, aber mit trotzdem die volle Palette der Tricklines bietet. Im Kletterrucksack ist das mit den Karabinern, die man zum spannen braucht ohnehin kein Problem, aber auch so sind zwei Alu-Karabiner zum Set dazu deutlich leichter als ein Ratschenset dieser Länge. Wer allerdings nicht klettern geht und also auch nicht das entsprechende Equipment zu Hause rumliegen hat, sollte es sich genau überlegen. Zwei zusätzliche Karabiner kosten halt nochmal zusammen so um die 15€, was den Preis des Sets auf fürstliche 130€ erhöht. Und ohne Karabiner sollte man sich 5 starke Jungs zum Spannen mitnehmen. Was die Slackline-Tools-Leute schreiben, von wegen Flaschenzug nicht mit mehr als zwei Personen spannen, ist völliger Käse. Zu zweit kriegt man nie und nimmer eine brauchbare Vorspannung auf 25m hin.

Noch eine Bemerkung zu den Tree-Friends: Viele Leute sagen, es ist ein bärischstes Gefummel und die Dinger liegen nur als Alibi bei, damit die Slackline-Tools-Leute sich schön damit brüsten können, die einzigen zu sein, die ein Set mit Baumschutz anbieten. Das würd ich nicht ganz unterschreiben. Richtig eingesetzt, tun die Dinger ihren Zweck, zumindest, was den Baumschutz angeht. Ist auch nicht wirklich fummelig, dafür sind sie relativ klein und bei weitem nicht so sperrig wie zwei halbe Isomatten. Mit dem alten Set waren sie wohl relativ witzlos, da die Baumschlingen wohl recht schmal waren, so daß der Nachteil des Drucks auf die Bäume gravierender war, als das Abrieb-Problem. Mit den breiten Baumschlingen des neuen Sets geht das jetzt in Ordnung.
In meinen Augen liegt der Nachteil der Tree-Friends in ihrer Unscheinbarkeit. Baumschutz hat ja nicht nur einen Schutzzweck gegenüber dem Baum, sondern sollte auch gut sichtbar sein, nach dem Motto "Seht her, wir Slacker sorgen uns um die Bäume!" Das ist mit den 4 schwarzen Kautschuckmatten von 20x20 cm leider nicht gegeben.
Andererseits sind sie klein und es gibt wirklich keine Ausrede, sie nicht mitzunehmen bzw. nicht zu benutzen.

So, der Text ist jetzt etwas länglich geraten, aber ich hoffe, er hilft bei der Kaufentscheidung.
User avatar
seflue
Highliner Probierer
 
Posts: 503
Joined: 16.02.2008, 23:46

Re: slacktivity sets von slackline-tools

Postby jayjay » 03.07.2008, 10:15

lieber ein länglicher als ein flacher text :)

danke erstmal für die hinweise, das mit dem spannen war eben auch meine befürchtung ^^
jayjay
50m Liner
 
Posts: 143
Joined: 28.05.2008, 22:15
Location: Frankfurt am Main

Re: slacktivity sets von slackline-tools

Postby Athabaske » 05.07.2008, 07:11

Hallo, ersteinmal!

Seit gestern mein slackline-tools Set angekommen war, stieg die Spannung, ob das mit dem Spannen wirklich so übel gelöst ist. Zugegeben, ich hatte all die Kritik über die Firmenpolitik und die Beurteilung der Spanntechnik erst gelesen, nachdem ich das Set bestellt hatte :?

Meine ersten Tests, zuerst ist das Fädeln etwas verwirrend, wenn man es aber einmal gemacht hat, fast schon selbsterklärend. Die Baumschlingen funktionieren wunderbar, nichts rutscht mehr ab, keine Gummiexpander mehr nötig um alles an Ort und Stelle zu halten...

Das erste Spannen auf ca. 7 m ging fast schon mit einer Hand, allerdings mag ich es auch eher weich. Danach ein Test um die 10 m, auch gut zu spannen, ohne Express, ohne zu großen Durchhang und mit Baumschlingen auf Hüfthöhe (bei 168 gesamt :oops: ). Mehr gibt der Garten nicht her, aber ich denke auch längere Strecken bis 15 m sollten kein großes Problem darstellen. Mehr bin ich allerdings auch noch nie gelaufen, geschweige denn habe ich aufgebaut.

Bisher hatte ich das Mountain-Equipement-Set. Die Ratsche war mir einfach unsympatisch und nun da ich das weiche Band von slackline-tools kenne, auch das Band viel zu hart. Dazu noch das Gefummel mit den rutschenden Baumschlingen. Also ich bin bisher hochzufrieden.

Und das Getue wegen des Säckchens ist fast schon lächerlich - so ein Gewese wegen eines Stofftäschchens mit Unterteilung, selten so gelacht. Aber verpacken kann man ja anders...

Jörg
Athabaske
Anfänger
 
Posts: 1
Joined: 03.07.2008, 11:14

Re: slacktivity sets von slackline-tools

Postby ChrisD » 05.07.2008, 10:33

Athabaske wrote:Meine ersten Tests, zuerst ist das Fädeln etwas verwirrend, wenn man es aber einmal gemacht hat, fast schon selbsterklärend. Die Baumschlingen funktionieren wunderbar, nichts rutscht mehr ab, keine Gummiexpander mehr nötig um alles an Ort und Stelle zu halten...

Kannst du mal fotografieren/zeigen/filmen/erklären, wie das gefädelt wird? Die Anleitung ist ja online nicht zu kriegen.
Ich hab zwar nicht vor mir ein solches Set zu kaufen, hab mir aber trotzdem schon einige Zeit den Kopf drüber zerbrochen, wie das genau funktionieren könnte und dann auch hält...

chris
ChrisD
Anfänger
 
Posts: 14
Joined: 08.05.2008, 19:56
Location: Leonberg

Re: slacktivity sets von slackline-tools

Postby seflue » 05.07.2008, 16:51

Erstmal zwei Bilder:
Image
Image

Bei dem ersten Bild mußt du dir die grüne Linie als doppelt genommene Leine vorstellen, das zweite Bild zeigt dann, wie's im Endeffekt aussieht. Nochmal als Beschreibung: Man nimmt ca 20 cm Leine doppelt, fädelt diese einmal durch das zweite Segment, dann nochmal durch das zweite Segment. Dann klappt man am besten die entstandene Schlaufe etwas zur Seite. Jetzt fädelt man die doppelte Leine von oben durch das erste Segment und von oben wieder durch das zweite. Das doppelt genommene Stück Leine sollte ungefähr 5 cm über der Fädelkonstruktion überstehen. nun die Schlaufe wieder zurückklappen und den Spaß festziehen. Auf den Bildern ist die Leine links gedacht und rechts der Flaschenzug bzw. der Fixpunkt. Hoffe, die erklärung hilft, hab grad keine Digikam da, um das besser zu illustrieren. Und sorry für die miesen Zeichnungen, hatte grad kein Vektorgrafikprogramm zur Hand. :oops:

@Athabaske: Du hast recht, 10 m sind in Hüfthöhe wirklich noch kein großes Problem, solange man es eher weich mag. Aber glaub mir, 5 Meter drauf machen richtig viel aus. Da du eher bißchen kleiner bist, nehm ich mal stark an, daß du auch nicht sonderlich schwer bist. Das ist ein weiterer Faktor. Bin jetzt auch nur ein paar cm größer, aber verhältnismäßig schwer (über 70 kg) und da sind 15 m allein einfach nicht drin (ohne Expressflaschenzug).
Du kannst es gern mal probieren, aber auf dieser Länge macht sich die Dehnung des Bandes schon recht bemerkbar und ich möchte fast mit dir wetten, daß du es nicht schaffst, alleine die Leine auf Hüfthöhe über 15 m so zu spannen, daß du noch 20 cm Platz unter der Leine hast, wenn du in der Mitte drauf stehst. Natürlich ohne Expressflaschenzug. Und wenn doch, dann bin ich mir sicher, daß, wenn ich mich drauf stellen würde, die Leine die Wiese berührt. ;)
User avatar
seflue
Highliner Probierer
 
Posts: 503
Joined: 16.02.2008, 23:46

Re: slacktivity sets von slackline-tools

Postby tschentuu » 06.07.2008, 01:28

Seit heute bin ich ebenfalls im Besitz eines Slacktivity Sets (25m, damit ich flexibel bin). Ich bin jedoch absoluter Anfänger, entsprechend kann ich keinen Vergleich zu anderen Sets abgeben.

Zuletzt hatte ich das Slacktivity Set und dasjenige von slacker.ch in der engeren Auswahl. Das Slacktivity Set erhielt ich gleich um die Ecke, während ich beim slacker.ch noch den Versand hätte abwarten müssen...

Immerhin, der erste Aufbau gelang problemlos und das Band fühlt sich toll (aber noch extrem wackelig...;) an. Das Set macht einen hochwertigen Eindruck und das Spannsystem ist mir sympathisch (sofern ich denn auch bei längeren Lines die Spannung hinkriege...) Das Stoffsäckchen ist hingegen in der Tat eher lächerlich und wird wohl bald einer Alternative weichen. Ebenfalls nicht so toll finde ich, dass die Slackline in Weiss gehalten ist... bereits nach dem ersten Einsatz ist die Line schon ziemlich dreckig, und auch wenn die Line waschbar ist, dürften die meisten (Harz-)Flecken für immer bleiben.
tschentuu
Anfänger
 
Posts: 1
Joined: 06.07.2008, 00:50

Next

Return to Alle anderen

 


  • Related topics
    Replies
    Views
    Last post

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 1 guest