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Sicherheit beim Slacken

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Sicherheit beim Slacken

Postby eisenfinger » 11.09.2008, 23:27

Um weitere Posts zum Thema Sicherheitsreserven beim Slacken im Tread "Rundschlingen" zu vermeiden mache ich hier mal einen neuen auf und stelle mich gleichzeitig der Kritik.

Eine Anmerkung zu den Reserven möchte ich hier anspechen. Es richtig das jedes Teil eine Sicherheitsreserve hat, aber jeder User sollte sich einmal fragen ob er die auch immer und permament in Anspruch nehmen sollte und wenn ja wielange das Material hält.

Ein anderes Beispiel: Du baust ein Haus, der Kran kommt und will Dein Dach oder eine Wand aufstellen. Das Teil wiegt 800kg. Da könnt Ihr keine Rundschlinge die 500 kg Nennlast hat nehmen. Natürlich würde diese halten ( Sicherheitsreserven ) aber wenns schief geht, dann müsst Ihr Euch erstmal mit dem Staatsanwalt unterhalten und Euch überlegen wie Ihr da wieder raus kommt. Im Übrigen würde der Kranführer das nie zulassen.

Das Slacklinematerial welches wir hier bei Slackliner.de vertreiben kommt ausschlieslich aus der Industrie.
Und hier einmal ein Paar Daten zum Material:

1. Für die Rundschlinge, die aus dem Anschlagmittelbereich stammt, ist gemäß EN 1492-2 eine 7-fache Sicherheit vorgeschrieben. Unser Typ SX104 hat auf dem Etikett die Angabe WLL 1.000 kg, SF 1:7. Dies bedeutet, dass die Schlinge erst bei 7.000 kg Belastung im geraden Strang reißt. Für die Anwendung "geschnürt" sind hier 20% abzuziehen, was bedeutet, dass die Schlinge beim Heben von Lasten mit 800 kg belastet werden darf, aber erst bei 5.600 kg abreißt.

2. Der hochfeste, verzinkte Schäkel stammt ebenfalls aus dem Bereich Anschlagmittel. Für diesen Artikel (Metallteile) ist dort eine 4-fache Sicherheit vorgeschrieben. Unser Typ HA2032 hat eine eingegossene Tragfähigkeit von 3 1/4 T (3.250 kg). Die Bruchlast des Schäkels liegt somit bei etwa 13.000 kg.

3. Das Fest- und das Losende 35 mm stammt aus dem Ladungssicherungsbereich. Hier ist die EN 12195-2 maßgebend. Die zulässige Zugkraft (LC = Lashing capacity) im geraden Strang beträgt 1.000 daN (kg). Gemäß Norm muss das Zurrgurtband eine 3-fache Sicherheit aufweisen. Die Bruchkraft des Bandes beträgt demnach 3.000 kg.
Für die Ratschen ist eine 2-fache Sicherheit vorgeschrieben. Wir verwenden deshalb für die slackline-Anwendung eine etwas schwerere Ratsche. Eingestempelt ist LC 15 kN ( = 1.500 kg). Die Bruchlast der 35-mm-Ratsche beträgt somit 3.000 kg.

4. Die zulässige Zugkraft (LC) bei den 50-mm-Festenden beträgt 2.500 daN (kg). Dies bedeutet bei 3-facher Sicherheit eine Gurtbandbruchkraft von 7.500 kg.
Die Langhebelratsche ist mit LC 25 kN gestempelt ( = 2.500 kg). Die Bruchlast der 50-mm-Ratsche beträgt somit bei 2-facher Sicherheit 5.000 kg.

5. Die 25-mm-Losenden haben auf dem Etikett eine LC-Angabe von 500 daN (kg). Dies muss lt. Norm so angegeben werden, da dieses Losende für den Einsatz mit 25 mm-Ratschen gedacht ist, welche eine zulässige Belastung von max. 500 daN haben. In der Slackline-Anwendung wird jedoch eine 35-mm-Ratsche mit Reduzierstücken eingesetzt. Wir haben deshalb ein 25-mm-Band gewählt, welches eine Bruchkraft von min. 2.200 daN hat. Somit passen auch diese Losenden gut zu den Festenden.

Ich hoffe damit ein wenig transparenz in den Slacklinedschungel gegeben zu haben. Was wir nun veröffentlicht haben gilt für alle anderen auch. Also Slacklineprofi, Slackstar, und diverse andere die gerade erst angefangen haben.



Die Anmerkung von Flo24
flo24 hat Folgendes geschrieben:


Jeder der sich mit der Materie befasst, sollte solche Anbieter meiden.

Ich weiss nicht ich weiss nicht. Irgentwie kommt es mir bisweilen so vor, das die Hersteller uns User schlicht verarschen wollen und maximalen Profit wollen.
Denn so richtig glaubhaft kommt in meinen Augen kein Shop rüber. Oder wie sehen das die anderen User hier?
Für mich war es kaufentscheidend ob ich hier bei Slackliner.de kaufe oder bei Sicherheitsprofi.de. Damals war das andere Set auch günstiger zu haben.



Danke für das Lob, das nehmen wir gerne an. Aber jeder Verkäufer von Sets möchte maximalen Profit- auch wir! Natürlich sollte man als Anbieter darauf achten das das Material sicher ist.
Eines sei Euch User fest versprochen. Wir treiben keine Augenwischerei und stellen uns der Kritik, wollen maximale Transparenz und letztendlich entscheiden die User was gut für Sie ist. Der Preis sollte in Sicherheitsrelevanten Anwendungen keine so große Rolle spielen.

Und nun seit Ihr dran!
Grüße
Michael von Slackliner.de
Slacken ist wie leben- trete nie daneben!
http://www.slackliner.de

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