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Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Wie spannt man am entspanntesten eine Line?

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Beiträge insgesamt: 12772 • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon philippoo » 07.12.2009, 14:23

Hallo,

mein Name ist Philipp ... reicht als Vorstellung ;)
Kletter und Boulder seit gut einem Jahr und hab mich am Samstag zum ersten mal an einer Slackline ... (sehr sehr kurz 2-3 m) probiert. Hat mega bock gemacht. Nach wenigen Minuten konnte ich locker drüber laufen und auch schon in die Hocke gehen. Daher brauchte ich natürlich schnellstmöglich so eine Slackline :D
Habe mir gerade das 25mm 25 m - Set von Sackliner.de bestellt. Nun meine eigenltiche Frage. Im Garten ist es kein Problem die Line zu spannen, genügend Platz und Bäume. Haben aber noch einen sogenannten "Anbau" über 2 Etagen, dient ab und an als Partyraum. Dort stehen in der 1. Etage 2 Stahlträger, die das Dach stützen. Diese haben einen Abstand von ca. 5m, was mir für regnerische Tage reichen würde. Die Frage ist nur, ob ich die Line ohne weiteres Spannen kann? Die Träger haben unten eine rechteckige Platte die mit 4 Schrauben in den Boden geschraubt ist. Die Platte hat ca. 30x30cm ... Weiss nur nicht wie die Träger oben befestigt sind, da dies nicht einsehbar ist. Was meint ihr?
Danke für die Antworten ;)
Gruß
Philipp
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Re: Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon Ed van Slack » 07.12.2009, 16:19

Hey Philipp,

ich glaube eine richtige Ferndiagnose wird Dir hier keiner senden können!

Sei Dir einfach bewusst, dass da enorme Kräfte wirken. Wenn Du dann noch kleine Sprünge einbaust, potenziert sich das noch weiter!

In dem Fall hilft einfach ausprobieren, allerdings gaaaaaaaanz langsam!

Anonsten gibt es auch noch weitere Möglichkeiten eine Slackline ohne Bäume zu spannen zum Beispiel mit einem "toten Mann" - zwei quer eingebuddelte Balken von denen aus dann über A-Frames oder sehr stabile Kisten gespannt werden kann!

So, dann mal willkommen im Club der Slacklineinfizierten!

Reinhaun & Gruß,

Ed
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Re: Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon philippoo » 08.12.2009, 09:03

Hi,

erstmal danke für die nette antwort. eine ferndiagnose ist natürlich unmöglich. dachte nur, vielleicht hat jemand mal mit passenden daten eine überschlagsrechnung gemacht. diese habe ich nun mal selber gemacht. habe hier gelesen, dass Zugkräfte bis 1.000 kg, sprich 10.000 N entstehen können. geht man nun von einer höhe von 0,9 m aus, hat man Moment von 9.000 Nm. Zusätzlich kommen Zug- und Druckkräfte des Dachs hinzu (vielleicht auch andere Biegemomente). Gucke ich mir nun die Schrauben an, die dort verbaut wurden, sind es maximal M12. Ich glaub, dass sollte ich sein lassen :D
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Re: Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon wabre » 16.01.2010, 13:47

Wenn die Träger unten fest sind, So wie beschrieben reicht das wohl aus, Müssen Sie es auch oben Sein, Es stellt Statisch gesehen niemand einen Träger einfach mit 34 Schrauben als Wand auf ne Decke ... Im zweifelsfalle: Probieren geht über Studieren :-)
Es ist keine Schande, nichts zu wissen,
wohl aber, nichts lernen zu wollen.!!!!
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Re: Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon ich_bin_besser » 21.01.2010, 23:45

In meiner Funktion als Sportlehrer hatte ich mal angefragt, ob ich eine Line an einer tragenden Säule befestigen könne. Die Antwort:

aber tragende Säulen sind für statische Belastungen von oben auf die Säule ausgelegt und nicht für Querbelastungen. Die Belastung durch eine Slackline kann mehrere Tonnen betragen.


Ich schätze, dass die Antwort bei einer Frage nach Stahlträgern ähnlich ausgefallen wäre. Wobei ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass Säule oder Eisenträger das nicht aushalten sollten (bei entsprechender Verspannung möglichst weit unten).
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Re: Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon seflue » 25.01.2010, 11:55

ich_bin_besser hat geschrieben:In meiner Funktion als Sportlehrer hatte ich mal angefragt, ob ich eine Line an einer tragenden Säule befestigen könne. Die Antwort:

aber tragende Säulen sind für statische Belastungen von oben auf die Säule ausgelegt und nicht für Querbelastungen. Die Belastung durch eine Slackline kann mehrere Tonnen betragen.


Ich schätze, dass die Antwort bei einer Frage nach Stahlträgern ähnlich ausgefallen wäre. Wobei ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass Säule oder Eisenträger das nicht aushalten sollten (bei entsprechender Verspannung möglichst weit unten).


Mehrere Tonnen ... ja nee, ist klar. Selbst bei harten Jumplines wird die 1t-Grenze höchst selten überschritten. Selbst die krassesten Longlines, die bis jetzt auch durchgegangen werden konnten, haben die 2t-Grenze kaum geknackt und mit 1t Vorspannung kann man schon Longlines im Bereich 80-100m einplanen. Glaub kaum, daß das Indoor jemand zwischen zwei Dachstützen vorhat. Die Dachstütze sollte mit 1t nicht gerade hart an die Grenze ihrer statischen Belastbarkeit geraten, wegen des Sicherheitsfaktors. Aber daß sie praktisch mehrere Tonnen Belastung durch eine simple Trickline wegstecken muß, ist doch mal völliger Käse.
Die Bäume sind der Grundpfeiler unseres Sports - für uns Slackliner ist ihre Unversehrtheit daher essenziell.
Darum verwendet immer Baumschutz!

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Re: Zwischen Eisenträgern (Dachstützen)

Beitragvon gambit » 26.01.2010, 17:37

seflue hat geschrieben:
ich_bin_besser hat geschrieben:In meiner Funktion als Sportlehrer hatte ich mal angefragt, ob ich eine Line an einer tragenden Säule befestigen könne. Die Antwort:

aber tragende Säulen sind für statische Belastungen von oben auf die Säule ausgelegt und nicht für Querbelastungen. Die Belastung durch eine Slackline kann mehrere Tonnen betragen.


Ich schätze, dass die Antwort bei einer Frage nach Stahlträgern ähnlich ausgefallen wäre. Wobei ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass Säule oder Eisenträger das nicht aushalten sollten (bei entsprechender Verspannung möglichst weit unten).


Mehrere Tonnen ... ja nee, ist klar. Selbst bei harten Jumplines wird die 1t-Grenze höchst selten überschritten. Selbst die krassesten Longlines, die bis jetzt auch durchgegangen werden konnten, haben die 2t-Grenze kaum geknackt und mit 1t Vorspannung kann man schon Longlines im Bereich 80-100m einplanen. Glaub kaum, daß das Indoor jemand zwischen zwei Dachstützen vorhat. Die Dachstütze sollte mit 1t nicht gerade hart an die Grenze ihrer statischen Belastbarkeit geraten, wegen des Sicherheitsfaktors. Aber daß sie praktisch mehrere Tonnen Belastung durch eine simple Trickline wegstecken muß, ist doch mal völliger Käse.





So Seflue, jetzt hast du mich endgültig davon überzeugt das du zum einen keinen blassen schimmer hast und zum anderen trotzdem überall mitreden willst.

Jumplines können durchaus belastungen von mehreren Tonnen hervorrufen, das hängt damit zusammen das nicht nur die Vorspannung an den Fixpunkten zerrt, alleine diese kann bis zu 600KG betragen.

Zu dieser kraft addiert sich dann noch jeder Schritt, jeder sprung den du auf der line machst.

Je nach länge der Line kannst du so durch einzelne Sprünge locker über 2 Tonnen energie erzeugen die die Fixpunkte belastet.

Und das sind keine annahmen oder vermutungen seflue, es sin tatsachen.

Frag doch einfach mal Lukas Irmler oder Michi Aschaber was die für erfahrungen mit Bruchlasten gemacht haben, da kannste noch was lernen.
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