slace hat geschrieben:Jop, mit dem seperatem Spannsystem hast du recht. Vom Aufbauaufwand bis zur "Grigri-Maximallänge" dürfte es dennoch die einfachste methode sein?
Was meinst du damit?
Was verwendest du für ein Entlastungssystem? Zwei Achter mit Reepschnur dürften bei solchen Längen auch schon Hart an der Grenze sein. Ich vermute Deltas sind ideal?
Nee, Reepschnur ist eigentlich auch schon veraltet. Das beste System ist ein invers gewickelter Bandflaschenzug aus 'ner alten Slackline, gewickelt zwischen zwei Schäkeln. Ich hab das Ding mithilfe meines Equipments insofern aufgebohrt, daß die Bandlagen nicht direkt am inneren Fixpunkt des Bandes umgelenkt werden. In den Umlenkpunkten wird beim Entlasten viel Reibung erzeugt - wenn dieser aus Band besteht, was sich nicht bewegt, ist das supoptimal, wegen Schmelzverbrennung. Ich werde dazu in nächster Zeit mal einen Technik-Beitrag in meinem Blog verfassen, da gehe ich dann detaillierter auf die Problematik ein.
Mit dem Hinsetzten, das ist so eine Sache. Ich persönlich finde schon das für einen Weltrekord das Band in einem Zug durchgegangen werden muss.
Meine Rede.
Meine Bestmarke liegt bei ca. 80m. Damit bin ich vorerst eigentlich ganz zufrieden, wenn man bedenkt, dass ich erst im Frühjahr angefangen habe.
Momentan fehlt leider noch das Equipment um eine wöchentliche Longlinesession zu machen^^ Bis jetzt war es nur möglich, wenn der Bertl vorbeigeschaut hat. An dieser Stelle vielen DankLongline spannen mit einem Audi S4 hat auch was
![]()
Ich persönlich würde vom Spannen mit dem Auto abraten. Du hast die Kräfte einfach nicht genau unter Kontrolle. Genauer gesagt fehlt dir das Gefühl dafür. Dazu kommen noch wesentlich größere Beschleunigungskräfte im System, als du sie von Hand erzeugen kannst. Wiegesagt, ich wäre da vorsichtig.
Btw: Im Winter komme ich auch nicht jede Woche zu 'ner Longline.
@Seflue: Du hast ja wieder einen neuen Eintrag auf deinem Blog veröffentlicht. Iche würde gerne wissen, was du da für Rollen im Spannsystem hast, die kenne ich gar nicht.
Die teuersten und besten natürlich! Kein Scherz, die Dinger heißen Faders Atlas Duo und kosten knapp 140€ das Stück. Kannst du bei den Landcruisern beziehen. Frag einfach mal Stefan per Mail danach. Wenn du nicht ganz soviel Geld ausgeben willst, tun es auch die kugelgelagerten von Singing Rock - kriegst du auch bei Stefan und Damian. Von den schleifgelagerten Rollen rate ich ab. Ich hab meine Erfahrungen damit gemacht und weiß, daß die kugelgelagerten den üppigen Aufpreis locker wert sind - zumindest wenn man oft Longlines spannen will und auch mal deutlich über die 100m-Marke hinauskommen möchte.
Steigklemme und Einfachrolle hast du dann wieder ausgebaut, um Gewicht zu sparen, oder?
Um ehrlich zu sein, nein. Das Foto entstand kurz vorm Abbau, ich hatte die Potenzzüge (zum Spannen hab ich zwei gebraucht) schon ausgebaut. "Lehrmeinung" ist, Potenzzüge ausbauen und Flaschenzug hintersichern. Beim Highlinen mach ich das auch. Beim Longlinen kenn ich mein System und die dahinterstehenden Spannungen bereits so gut, daß ich häufig zu faul bin, die Bude zu hintersichern. Bei sehr großen Längen (und damit hohen Spannungen) würde ich trotzdem dazu raten.
Anstatt einer Steigklemme kann man ja auch einen Selbstklemmenden Knoten ala Prusik verwenden. Sind die Vorteile einer Steigklemme so groß, dass der Mehraufwand von ca. 30€ lohnt? Bei einer Steigklemme habe ich die Befürchtung, dass das Seil mit der Zeit extrem leidet. Der Knoten andererseits könnte beim Spannen leichter nachrutschen.
Steigklemme ist einfach bequem und beschleunigt das ganze etwas. Viel wichtiger ist allerdings die Handsteigklemme zum ziehen. Prinzipiell gilt: Wenn die Finanzen mehr einschränken als kleinere Komfort-Einbußen, dann läßt sich das alles mit billigen Reepschnüren machen. Vom Prusikknoten würd ich abraten, der ist so schlecht zu verschieben. Klemmheistknoten ist besser. Ich habe meine Flaschenzugpotenzen ein Jahr lang mit Reepschnüren gebaut und das ging in Ordnung. Als Ziehhilfe kann man eine Affenfaust nehmen, die man mithilfe von Karabiner und Ankerstich am Seil festmacht. Seil mit der bloßen Hand ziehen ist unangenehm und ermöglicht einem nicht die maximale Kraft. Hand- und Bruststeigklemme sind wiegesagt de luxe. Für letzteres tut es notfalls auch ein Tibloc. Auch zum Befestigen der Affenfaust ist es besser als der Ankerstich (da es sich schneller versetzen läßt).
Kurz: Klemmheistknoten und Affenfaust mit Ankerstich => Holzklasse, Tibloc und Affenfaust mit Tibloc => schon etwas komfortabler, aber auch schon deutlich teurer (ein Tibloc kostet ca. 17€), De Luxe => Brust- und Handsteigklemme (kosten jeweils ca. 30 bzw. 40€). Zwischenvarianten sind denkbar.
Wenn ich eine Anschaffungsreihenfolge vorgeben wollte: als erstes ein Tibloc, das zum Verbinden der Affenfaust nehmen. Als zweites 'ne Handsteigklemme, Tibloc wird in die Potenz verbannt. Als drittes erst die Bruststeigklemme, das Tibloc kann man in Zukunft für die zweite Potenz verwenden (die man bei langen Leinen und alleine spannen definitiv irgendwann braucht).
Fragen über Fragen
Hoffe, ein wenig geholfen haben zu können.



