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Longline gerissen... Fragen...

Wie spannt man am entspanntesten eine Line?

Moderatoren: steilwandtaucher, eisenfinger

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Beiträge insgesamt: 13411 • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4

Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon seflue » 11.04.2011, 11:19

happyknispel hat geschrieben:
Balance hat geschrieben:80m Line mit Linelocker und dann mit Kettenzug? He Jungs, seits wahnsinnig! Ein No-Go, dass schon vor Jahren bekannt ist. Schaut euch mal genau den Linelocker an. Dort wird die Line zwischen Metall-Metall eingeklemmt. Die Reduktion ist auch schon seit Jahren bekannt. Bei den anderen Bandfixierer passiert das nicht und die Bruchlastreduzierung ist geringer.
http://vimeo.com/7451379



Das passiert auch bei den anderen Bandfixierern, aber der Bruch kommt erst viel später.
spannen mit dem Kettenzug ist absolut kein Problem, das ist der Line ziemlich egal.


Nein, bei den Bandfixieren wird das Band nur zwischen Band und Bolzen abgeklemmt und das über die gesamte fläche, die das Band mit dem Bolzen in Berührung kommt. Beim Linelocker gibt es eine punktuelle Scherbelastung zwischen Linelocker und Schäkel.

@bertiger: eine preisgünstige Alternative zum Linelocker ist der gepolsterte Linelocker. Unsere Tests haben ergeben, daß eine Slackline, die im Bereich des Linelockers in ein Stück Schlauchband eingefädelt wurde, deutlich mehr hält, der Abscherungseffekt ist de fakto nicht mehr vorhanden (die Line reißt wie bei den Bandfixierern in der ersten Umlenkung). Es kommt nicht ganz an die Bandfixierer ran, ist aber durchaus longlinetauglich. Du brauchst dann natürlich ein größeres Kettenglied als Linelocker und den Kompfort des handstraffen Vorspannens wie bei sämtlichen Slackdog-Derivaten fehlt natürlich. Dieser gepolsterte Linelocker als Minimum der Bandfixierung ist eigentlich bei Longlines ab 50m Pflicht, wenn man von seinem Band noch eine Weile was haben will und auch bei sämtlichen Highlines als Mindeststandard anzuraten.
Die erste Rekordlongline von Landcruising vor 3 Jahren (171m) wurde zum Beispiel genau mit dieser Methode fixiert.
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Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon happyknispel » 11.04.2011, 12:29

genau, wenn man einen bandfixierer nimmt, dann entstehen an der Stelle keine Spannungsspitzen und die line reisst nicht an der stelle sondern irgendwo woanders an einer völlig gleichmäßigen Stelle.
Ironie aus ....
die Einspannungen sind die Stellen an denen die line reisst, weil man dort punktuell die größten Belastungen hat.
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Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon seflue » 11.04.2011, 13:02

happyknispel hat geschrieben:genau, wenn man einen bandfixierer nimmt, dann entstehen an der Stelle keine Spannungsspitzen und die line reisst nicht an der stelle sondern irgendwo woanders an einer völlig gleichmäßigen Stelle.
Ironie aus ....
die Einspannungen sind die Stellen an denen die line reisst, weil man dort punktuell die größten Belastungen hat.


Nochmal langsam zum Mitmeißeln: Beim blanken Linelocker reißt die Line genau an der Abscherung zwischen Linelocker und Schäkel, sie wird sozusagen vom Metall durchgequetscht. Bei den Einspannern reißt die Line in der ersten Umlenkung weil die Fasern an der Außenseite stärker belastet werden als die auf der Innenseite. Hier wird an der Schwachstelle gar nichts gequetscht. Weswegen sich gute Einspanner durch sehr große Umlenkradien in der ersten Umlenkung (Hülse auf dem mittleren Bolzen) auszeichnen, um diese Differenz der Faserbelastung möglichst gering zu halten.
Günstige Alternativen um die Quetschung zu vermeiden sind der gepolsterte Linelocker und der Bolzenlinelocker.
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Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon Balance » 11.04.2011, 13:16

Danke Seflue, dass du dir immer soviel Arbeit antust mit erklären. Erst wenn die Leute es genau gesehen haben wo die Line im Linelocker abgeschert wird - kommt das große ahaaa. Das gleiche mit dem innen und außenradius der fäden in der LIne im umlenker. greetz aus innsbruck
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Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon happyknispel » 11.04.2011, 16:41

welcome to a flame war ....

Es geht darum, dass der Riss an der einspannung entsteht und ob der linelocker die line abschert oder ob in einem Fixierer die äusseren Fasern reissen ist prinzipiell relativ egal. Die Line reisst in der Einspannung, wenn die line nicht schon irgendwo angerissen oder anderweitig beschädigt ist. Im Linelocker durch die viel stärke Reduktion eher, als in einem ordentlichen fixierer.
Was letztendlich die frage klärt, ob die Fixierer so viel besser sind als Linelocker, was sie unbestreitbar sind.
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Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon seflue » 11.04.2011, 22:02

@Jörg: Es geht hier doch nicht um 'nen Flamewar. Balance hat geschrieben, daß beim Linelocker die Line zwischen Metall und Metall eingeklemmt wird und beim Bandfixierer nicht. Daraufhin schriebst du, daß das auch bei den Bandfixierern passiert und ich hab nur argumentiert, warum du mit dieser Behauptung falsch liegst. Ich finds wichtig, daß die Leute die physikalischen Ursachen für einen Lineriss erkennen - und die sind bei diesen beiden Fixiermethoden nunmal völlig unterschiedlich.
Deswegen haben sich ja schlaue Leute solche Methoden wie den Bolzenlinelocker ausgedacht, weil der die Hauptursache für die große Bruchlastreduktion des klassischen Linelockers beseitigt. Wenn man das nun alles in einen Topf wirft und sagt "ist eh alles das gleiche, das eine hält bißchen mehr, das andere bißchen weniger, warum ist mir egal", dann werden die Leute weiter nach dem Prinzip "trial and error" ihre Slacklines zerreißen. Da es hier aber um Fragen geht, auf die schon vor mehr als zwei Jahren adequate Antworten gefunden wurden, ist das nun wirklich nicht nötig. Man ziehe sich mal die ganzen detailierten Posts zum Thema Linelocker im slackline.at-Forum und im Ami-Forum rein. Daß diese Lösungen inzwischen auf dem Slacklinemarkt angekommen und für einen gewissen monetären Gegenwert erhältlich sind, ändert nichts daran, daß findige Bastler sie schon vor Jahren entwickelt haben und einsetzen.

Für das Grundprinzip der Bandfixierer gilt das im Besonderen, der Slackdog ist schon seit vielen Jahren auf dem Markt, war nur lange Zeit hier in Europa kaum bekannt. Viele reden heute allgemein von der Banane, weil es das erste derartige Tool war, von dem sie gehört haben - das amiländische Vorbild kennt kaum jemand.
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Re: Longline gerissen... Fragen...

Beitragvon sebolin » 12.04.2011, 14:57

landcruising hat bei ihrem ronin longline set am kettenglied um die line noch ein größeres schlauchband, nimmt das viel belastung weg?
http://www.landcruising-slacklines.de/i ... -750px.jpg

will mir jetzt noch ne 100m line kaufen und dachte bisher das son kettenglied oder ein ein schraubglied ne recht bruchsichere lösung wäre, hab mich wohl getäuscht.
was wäre denn denn die preisgünstige alternative?
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