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Alternative zum Linelocker ?

Wie spannt man am entspanntesten eine Line?

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Beiträge insgesamt: 13408 • Seite 4 von 4 • 1, 2, 3, 4

Re: Alternative zum Linelocker ?

Beitragvon seflue » 08.07.2009, 10:29

Kythacs hat geschrieben:ich denke mal selbst wenn du nicht 60 sondern 100m meter spannen würdest, würdest du ja warscheinlich auch nicht viel länger brauchen und selbst wenn bestimmt nocht 2 std oder


Unterschätz mal nicht die zusätzliche Dehnung der Leine, die du mit doppelt so vielen Metern reinkriegst. Und die doppelte Strecke Hin- und Hergerenne.

Für 50-60 Meter brauche ich vom Abstellen des Haulbags im Park bis zur fertig aufgebauten Leine ca. 20-30 Minuten. Kommt auf meinen Elan an und ob ich keine Fehler mache (Leine nicht gleich beim ersten mal unverdreht auslegen etc. pp.).
Für 100 Meter brauch ich aber trotzdem schon 'ne knappe Stunde. Spannen dauert einfach länger und man geht die Leine lieber ein zweites Mal ab, um zu kontrollieren, ob sie richtig gedreht ist, da der Spannvorgang zu aufwendig ist, um ihn zweimal durchzuführen.

Beim Kettenzug hast du das Problem, daß du auch zu zweit nicht schneller spannen kannst (es kann immer nur einer am Hebel ratschen). Wenn die Kette zuende ist, mußt du sie wieder zurückspulen (bei dem Kettenzug, den ich mal testen durfte, gabs keine Beschleunigungsfunktion - also hat das im wesentlichen so lange wie das Spannen gedauert) und weiterspannen. Diesen Vorgang mußt du bei 100 Metern einfach viel öfter wiederholen als bei 60m. Bei 60m kommst du eventuell mit einem Spannvorgang hin. Eine Arbeitskette, die für 100m und einen Spannvorgang reicht, willst du nicht schleppen - also verdreifacht sich schonmal die reine Spannzeit (einmal spannen, Kette zurück, nochmal spannen).
Dazu wiegesagt der viel weitere Weg zwischen den Fixpunkten. Auch kannst du bei 100m nicht mehr so lässig von Hand vorspannen, wie das vielleicht noch bei 60m geht.
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Re: Alternative zum Linelocker ?

Beitragvon relet » 08.07.2009, 11:25

seflue hat geschrieben:Unterschätz mal nicht die zusätzliche Dehnung der Leine, die du mit doppelt so vielen Metern reinkriegst. Und die doppelte Strecke Hin- und Hergerenne.


Das kann ich so unterschreiben.

man geht die Leine lieber ein zweites Mal ab, um zu kontrollieren, ob sie richtig gedreht ist


Oder man schließt die Fehlerquellen vorher aus - Leine auf der einen Seite richtig herum einhängen, so daß sich da nichts mehr bewegt. Beim Ablaufen mit beiden Händen hintereinander gerade führen, und dann am anderen Ende auch gleich richtig herum einhängen.
Wenn ich da beim ersten Mal Fehler erwarten würde, wäre ich beim zweiten auch nicht sicherer.

bei dem Kettenzug, den ich mal testen durfte, gabs keine Beschleunigungsfunktion - also hat das im wesentlichen so lange wie das Spannen gedauert


Davon auszugehen ist aber nicht unbedingt realistisch. Das hört sich für mich nach einem Fehlkauf an. Üblicherweise kannst Du die arretierung der Kette freischalten, dann ist sie auch flott wieder draußen.

Diesen Vorgang mußt du bei 100 Metern einfach viel öfter wiederholen als bei 60m. Bei 60m kommst du eventuell mit einem Spannvorgang hin.


Dann sind's bei 100m zwei. ;) Der zweite geht dann natürlich gut in die Arme. :D
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Re: Alternative zum Linelocker ?

Beitragvon seflue » 08.07.2009, 15:30

relet hat geschrieben:Oder man schließt die Fehlerquellen vorher aus - Leine auf der einen Seite richtig herum einhängen, so daß sich da nichts mehr bewegt. Beim Ablaufen mit beiden Händen hintereinander gerade führen, und dann am anderen Ende auch gleich richtig herum einhängen.
Wenn ich da beim ersten Mal Fehler erwarten würde, wäre ich beim zweiten auch nicht sicherer.

Hin und wieder hat sich meine Leine beim Einspulen ins Haulbag etwas verdreht. Da klappt es beim Auslegen manchmal nicht auf Anhieb, daß ich sie unverdreht bis zum Ende in der Hand behalte. Beim zweiten Mal abgehen ist die Leine schon ausgelegt und ich muß mich nur noch auf maximal eine Verdrehung konzentrieren. Das ist für mich schon ein Unterschied.
Du hast gesagt, du bist bis jetzt 60m gegangen - nun, da reicht mir auch locker einmal ausspulen und einhängen. Bei Leinen über 100 Meter hast du einfach 'ne andere Dimension. Die Fehlerwahrscheinlichkeit steigt mit der Länge, die Auswirkung eines unbemerkten Fehlers auch - und steht in keinem Verhältnis zum Aufwand, nochmal fix die Leine abzugehen, ob auch wirklich keine Drehung mehr drin ist. Vom Ende sehen kann man das bei der Länge beim besten Willen nicht mehr (bei 50m hat man da noch 'ne Chance).

Davon auszugehen ist aber nicht unbedingt realistisch. Das hört sich für mich nach einem Fehlkauf an. Üblicherweise kannst Du die arretierung der Kette freischalten, dann ist sie auch flott wieder draußen.


Vielleicht kann der Kettenzug das ja und der Kettenzugbesitzer hat die Funktion nur noch nicht gefunden. Ist ja auch nicht soo entscheidend.

Dann sind's bei 100m zwei. ;) Der zweite geht dann natürlich gut in die Arme. :D


Longlinen geht immer in die Arme. Aber bau die 100m erstmal auf und geh sie hinterher auch. Dann sprechen wir uns wieder. ;)

Insgesamt scheint mir das Slackpro-Aufbauprinzip für 'nen Kettenzugsystem schon sehr auf minimalen Zeitaufwand optimiert. Viel mehr kann man da nicht mehr rausholen. Aber es hat halt das allgemeine Problem des Kettenzugs: Es skaliert nicht mit der Anzahl der Leute. Und glaub mir, wenn man mit 'ner über 100m-Leine im Park anrückt, finden sich immer zwei neugierige Hanseln, die mit beim Spannen helfen. Und da gehts beim Flaschenzug einfach mal vieeeeel schneller als alleine. Beim Kettenzug: "Kannst auch mal ratschen, wenn du magst ..." ;)
Die richtig langen Kettenzugleinen werden eigentlich immer mit 'nem Flaschenzug vorgespannt. Und da kannst du sie auch gleich komplett mit Flaschenzug spannen.
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Re: Alternative zum Linelocker ?

Beitragvon relet » 09.07.2009, 10:25

seflue hat geschrieben:Hin und wieder hat sich meine Leine beim Einspulen ins Haulbag etwas verdreht. Da klappt es beim Auslegen manchmal nicht auf Anhieb, daß ich sie unverdreht bis zum Ende in der Hand behalte. Beim zweiten Mal abgehen ist die Leine schon ausgelegt und ich muß mich nur noch auf maximal eine Verdrehung konzentrieren. Das ist für mich schon ein Unterschied.


Du hast recht, so gesehen laufe ich auch zweimal mit der Leine. Ich lege sie meistens auf dem Hinweg zum Baum aus und drehe sie auf dem Rückweg gerade.

Longlinen geht immer in die Arme. Aber bau die 100m erstmal auf und geh sie hinterher auch. Dann sprechen wir uns wieder. ;)


Och nöööh, dann darf ich Dir ja das nächste halbe Jahr nicht mehr antworten. :P

Und glaub mir, wenn man mit 'ner über 100m-Leine im Park anrückt, finden sich immer zwei neugierige Hanseln, die mit beim Spannen helfen.


Hmja. Aber wirklich davon abhängig sein will ich dann auch nicht. So kann ich halt schon mal schnell aufbauen, bis meine eigenen Hanseln da sind. ;)

Janu, so hat beides seine Vor- und Nachteile. Ich würd ja auch gerne mal einen ordentlichen Flaschenzug ausprobieren, wenn mir einer über den Weg läuft.
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Re: Alternative zum Linelocker ?

Beitragvon seflue » 09.07.2009, 12:58

Ich bin ja auf die Hanseln nicht angewiesen. Nur ob ich 'ne zweite Potenz einbauen muß oder nicht, macht halt in der Aufbaugeschwindigkeit schon einen großen Unterschied. Nicht das Einbauen der Potenz ansich, das geht schnell. Aber ich muß halt nicht dreimal soviel Seil aus dem Flaschenzug ziehen und ich muß mich beim Ziehen auch nicht so sehr auspowern, wenn mir noch Leute helfen. Spielt aber wiegesagt erst ab Längen über 80m 'ne Rolle.
60m sind als Longline echt noch bissel Kickifax. Also wenn man sie selbst gerade so laufen kann, dann ist das für einen schon ein toller Meilenstein und so. Aber sowohl der Aufwand beim Aufbau als auch die Effekte beim Gehen sind echt noch sehr überschaubar. Wind spielt ja quasi noch gar keine Rolle, auch die Masse vom Band macht sich noch kaum bemerkbar.
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Re: Alternative zum Linelocker ?

Beitragvon relet » 09.07.2009, 13:41

Hehe. Danke für die Infos und fürs Mutmachen. :P
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