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Theoretische Frage zur Banane

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Beiträge insgesamt: 12758 • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3

Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon tille » 26.03.2010, 17:16

Ich hab mel eine Frage zur Funktionsweise der Banane:

Die einzelnen Bolzen der Banane sind ja so von einen gedachten Mittellinie versetzt, dass das Band an zwei Stellen geklemmt wird (oberes Bild). Einmal an Bolzen B, wo sicherlich die größte Klemmwirkung erzeugt wird. Und nochmal oberhalb von C.

Meine Frage an euch ist: Wie wichtig schätzt ihr diese zweiten Klemmung ein? Könnte eine Banane nicht auch so wie auf dem unteren Bild aussehen. Hier würde die gesamte Klemmwirkung an Bolzen B erzeugt. Oberhalb von C liegen die beiden Bänder nur ohne Druck aufeinander.

Bild
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Re: Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon seflue » 26.03.2010, 17:43

Auf diese theoretische Frage kann ich dir ganz praktisch antworten: Ja, Bolzen in linearer Reihenfolge funktioniert. Die Klemmwirkung auf dem vorderen Bolzen durch die Bogenform beträgt nur einen Bruchteil der Klemmwirkung auf den hinteren.

Wenn man so ein Gerät konstruiert, baut man es natürlich optimal, also mit Bogen. Wenn man jetzt aber ein Gerät zur Verfügung hat mit zwei freien Stegen, die in einer Linie sitzen, dann kann man es (genügende Bruchlast vorrausgesetzt) aber trotzdem mit diesem Fädelprinzip verwenden. Ist dann allerdings ganz wichtig, auf die Bandführung zu achten. Und vorsichtig mit surfen, das kann bei zuwenig Spannung schief gehen (ist sogar schon mit dem Slackdog passiert).
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Re: Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon tille » 26.03.2010, 21:13

Danke.

Also Surfen kann ich eh nicht gescheit :wink: .
Mir geht es eigentlich schon darum, das selber zu bauen. Allerdings hab ich nicht genug Materialbreite zur Verfügung, um einen so großen Versatz wie bei der Banane zu verwenden. Die drei Stege sind in dem Bild nicht auf einer Linie, sondern die Oberkante von B und C liegen auf einer Linie mit dem Mittelpunkt von A. Ich werd aber mal schauen, ob ich A und C zumindest noch ein kleines Stückchen hochsetzen kann. Es müsste ja schon ein relativ kleiner Anpressdruck reichen, damit nichts mehr verrutscht.
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Re: Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon seflue » 26.03.2010, 21:34

Der Anpressdruck auf der hinteren Achse reicht eigentlich, um das Band vollständig abzuklemmen. Er muß nur hoch genug sein.

Ich selbst mach das mit den Slackringen von Slackline-Tools. Da ist es mir bei einer kurzen 10m-Leine beim Surfen eben auch mal rausgerutscht. Die Leine hatte es dabei wohl soweit zur Seite gedrückt, daß die Klemmwirkung nicht mehr reichte und das Band durchrutschte. Auf die gleiche Weise ist uns auch mal ein Slackdog gekommen, dort kam allerdings hinzu, daß es Schlauchband mit eingefädeltem Zusatzband war und deswegen das Band zum Rollen neigte.

Nach intensiven Tests in moderaten Longlines benutze ich das System inzwischen in Highlines mit doppeltem Band, weil die Slackringe ziemlich gut aufeinanderliegen. Und da ist die Spannung so hoch, daß sich die Leine nicht mehr zur Seite verschieben läßt. Dazu kommt noch, daß die Ringe aufeinanderdrücken. Allerdings hab ich bis jetzt auch noch nicht auf 'ner Highline gesurft - und auf der Longline hat sich dabei absolut nix gezuckt ... ;)

Wenn du ordentliche Platten für die Seiten nimmst, die für eine vernünftige Bandführung sorgen, mußt du dir denke ich keine Gedanken machen. Für welche Linelängen soll die Konstruktion denn so gedacht sein?
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Re: Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon tille » 26.03.2010, 21:51

Eigentlich nur für Leinen ab 40m aufwärts.
Somit sollten sie auch hart genug sein, damit da nix rutscht.
Falls aus dem Projekt was wird, werd ich's auf jeden Fall hier posten.

Ich hab mir auch einen Stahl-Slackring gekauft, als der rauskam.
Hat mich aber nicht so richtig überzeugt. Dadurch dass der Radius so klein ist, wird das Band an der Klemmung doch ziemlich arg gequetscht. Nach dem Entspannen sieht die Klemmstelle nicht viel anders aus, als bei einem normalen Kettenglied-Linelocker.
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Re: Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon seflue » 26.03.2010, 22:36

Ideal sind die Slackringe auch nicht für diesen Zweck. Speziell die Stahl-Slackringe haben einen relativ niedrigen Kantenradius. Für lange Longlines (>60m) würde ich sie deshalb auch nicht benutzen. Du hast trotzdem keine so hohe Bandschwächung wie bei einem Kettenglied-Linelocker, da das Band nicht zwischen zwei Metallteilen abgedrückt wird.

Ich setz die Dinger in Highlines bis 50m ein. Da spielt die Schwächung des Bandes noch keine so große Rolle, zumal durch das doppelte Band die Last auch verteilt wird. Ich spann geschätzt mit einem Verhältnis von 3:2 (Hauptleine zu Backup). Lieber wäre mir auch ein speziell für diesen Zweck angefertigtes Gerät. Im Vergleich zur Banane haben sie aber den Vorteil, daß sie perfekt aufeinanderliegen und man keine Polsterung dazwischen braucht. Für mich tun sie daher derzeit ihren Zweck. Wenn ich nicht auf die Möglichkeit des Rausziehens des Durchhangs angewiesen wäre, würden es auch normale Bolzen-Linelocker tun. Sobald ich eine bessere Lösung zur Verfügung habe, habe ich auch keinerlei Hemmungen, die Teile wieder ihrer ursprünglichen Verwendung zuzuführen. ;)
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Re: Theoretische Frage zur Banane

Beitragvon slackPro! » 27.03.2010, 10:39

stimme seflues ausführungen bezügl. dem versatz zu, möchte aber noch ein paar zusatzinfos ergänzen:

1. wir haben konstruktionen mit drei auf einer linie liegenden bolzen schon in zugversuchen getestet, mit dem ergebnis: kein unterschied in der klemmwirkung

2. der grund weshalb der befestigungsbolzen (in deinen skizzen A) nach oben versetzt ist, ist einzig und allein, um zu verhindern dass sich das gerät unter last neigt (aufgrund des drehmoments, welche die wicklung über bolzen B erzeugt). mit dem richtigen versatz erreichst du, dass die bolzen B und C auch unter last horizontal bleiben

3. unseren versuchen zufolge und meiner auffassung nach ist die tatsache, dass die auslaufende line den bolzen C "streift" eigentlich ein nachteil, da dort nur unnötige scheuerwirkung/reibung entsteht, die nicht sein müsste. der bolzen C gehört imho eigentlich runter

um ein verrutschen der bandlagen zu verhindern gehört ne vernünftige seitenführung her, wie seflue bereits angemerkt hatte. das gerät soll exakt so breit sein wie das band, keinen mm breiter. jeder mm versatz der beiden bandlagen reduziert die bruchlast drastisch!

ich kann nur mutmassen, weshalb die slackbanana krumm ist (beide bolzen nach oben versetzt hat): einerseits symmetrie, andererseits, weils sonst keine banane wäre :wink:
vielleicht kann uns einer der "erfinder" der slackbanana, michi, was dazu sagen? vielleicht auch der tony?

wenn du willst geb ich dir die exakten positionierungsmasse der drei bolzen, damit diese horizontal bleiben.

unter rubrik forschung auf unserer website findest einen bericht unseres versuchs und hier ein pic:

gruss
andy
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die vorderen bolzen bleiben unter last parallel.
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